HETEROMETRUS LAOTICUS

Allgemeines

Heterometrus ist eine Gattung aus der Familie der Scorpionidae innerhalb der Skorpione. Sie umfasst 30 Arten.
Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm: Kieferklauenträger (Chelicerata)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Skorpione (Scorpiones)
Familie: Scorpionidae
Gattung: Heterometrus

Art: Heterometrus laoticus
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Heterometrus#cite_ note-0

Artbestimmung

Das große Problem bei den unterschiedlichen Skorpionarten ist es, die richtige Art zu bestimmen. Arten und Unterarten sind durch Länge und Bau der Pedipalpen oder der Anzahl der Trichobothrien zu erkennen.
Meist ist es einfach zu erkennen zu welcher Gattung der Skorpion gehört (Heterometrus spp., Hottentotta spp., Pandinus spp.), aber welche Art dann genau lässt sich anhand von minimalen Unterschieden recht schlecht bestimmen. Deshalb sollte man sich in einem Tierhandel, eher nicht an die Beschreibung auf dem Schild verlassen.

Ich habe meinen ersten Heterometrus laoticus als seltenen Heterometrus scaber angepriesen bekommen. Und damit stehe ich bei weitem nicht alleine da. Das passiert leider immer wieder, da der Heterometrus scaber teurer verkauft werden kann. Ich habe ihn dann anhand von Fotos bestimmen lassen und wir sind uns jetzt ziemlich sicher, dass es ein Heterometrus laoticus sein muss.

Die Arten sind anhand charakteristischer Merkmale zu unterscheiden. Das Telson eines Heterometrus ist im adulten Zustand sehr dunkel bis fast schwarz. Er ist neben dem recht glatt (komplett ohne granulierungen also am Carapax oder auf den Pedipalpen) und hat auf den Oberseiten der Pedipalpen punktförmige Vertiefungen.

Herkunft

Der Heterometrus Laoticus ist ein Tropenbewohner aus Laos (Indien), Sri Lanka und dem südöstlichen Asien, bis hin zur Wallace-Linie. Dort haben sich zahlreiche Heterometrusarten herausgebildet. Im Deutschen wird er auch schwarzer Laos Skorpion oder schwarzer Thai Skorpion genannt.

Er bevorzugt bewaldete Hügel und Abhänge. Sein Lebensraum besteht aus Baumhöhlen, Wurzeln und im Falllaub versteckt er sich auch bevorzugt. In Löcher im Boden und unter Steinen ist er auch zu finden oder er buddelt sich seine Höhlen selber, was er auch sehr gerne im Terrarium macht. Der Heterometrus laoticus ist wegen seiner Größe, seinem robusten Aussehen und der Aktivität in heimischen Terrarien wahrscheinlich die am meisten verbreitete Heterometrus-Art.

Aussehen

Der Heterometrus laoticus ist ein recht großer Waldskorpion, mit großen und kräftigen Scheren besetzt, womit er enorm große Beute fangen und töten kann. Die Körperlänge eines adulten Skorpions ist ca. 10 bis 15 cm (Einzelfälle auch 22 cm). Er ist ein friedlicher Zeitgenosse. In der Regel ist er einheitlich schwarz aber auch dunkelblau glänzend/schimmernd ist er zu beobachten. Das Telson eines Heterometrus ist im adulten Zustand sehr dunkel bis fast schwarz. Er ist neben dem recht glatt (komplett ohne granulierungen also am Carapax oder auf den Pedipalpen) und hat auf den Oberseiten der Pedipalpen punktförmige Vertiefungen.

Verhalten

Er ist ein friedlicher Zeitgenosse, der auch sehr gut in Gruppen gehalten werden kann (allerdings sollte nur ein Männchen mit mehreren Weibchen gehalten werden), was für viele Skorpionhalter ein Vorteil ist, da man mehrere Tiere halten kann ohne allzu viele Terrarien haben zu müssen. Wobei ich immer ein leeres Terrarium habe, um auf Eventualitäten vorbereitet zu sein. Natürlich kann es immer wieder mal vorkommen, dass sich die Tiere (warum auch immer) nicht verstehen und sie getrennt werden müssen.

Hier ist auch die Gefahr, dass man ein Tier ersteht, dass nicht von einem Züchter kommt und als eine andere Art angepriesen wird. Zwei unterschiedliche Arten in einem Terrarium ist in manchen Fällen möglich, aber ich würde versuchen es zu vermeiden.
Der Heterometrus ist ein recht aktiver Skorpion der aber nur Nachts auf die „Pirsch“ geht, was man vor dem Kauf wissen sollte.

Da ein Heterometrus laoticus genau wie der Pandinus Imperator ein Lauerjäger (Ansitzjäger) ist, verhalten sie sich tagsüber eher versteckt und kommen selten aus der Höhle.

Sie verlassen die Höhle nur, wenn sie auf Beutefang oder Paarungsbereit sind oder sich in der Höhle nicht wohl fühlen und sich eine neue suchen wollen.
Er gräbt sehr gerne das Terrarium um, weshalb es sehr wichtig ist, ihm das passende Terrarium zur Verfügung zu stellen.

Diese Skorpionart ist sehr stechfaul und zu Stechunfällen kommt es äußerst selten. Er sticht nur zu, wenn sich die Beute zu sehr wehrt oder sehr groß ist. Einen Feind würde er stechen, wenn er so sehr bedrängt würde und es keinen Ausweg mehr gäbe. Aber ich habe das noch nie beobachten können. Selbst wenn ich ihn umgesetzt habe, hat er nur versucht sich mit den Scheren zu wehren, aber ich habe ihn noch nie zustechen sehen.

Er dreht sich in die Richtung des Feindes/Angreifers und versucht diesen mich hochgestellten Scheren (siehe Foto) zu vertreiben. Jedoch vermeide ich jegliches Risiko gestochen zu werden.