Genetikberechnungsbeispiele
Wenn ich eine Anery und eine Amel verpaart habe,
aber aus den Eiern schlüpfen wildfarbene Tiere, Anery, Snow UND Amelanistische Tiere!
Wie kann das sein?
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Das passiert aus folgendem Grund:
Die zwei Elterntiere sind zwar sichtbare (phänotypische) Anery und Amel-Tiere, tragen allerdings nicht sichtbare (heterozygote ) Gene in sich, die an die Jungtiere weitergegeben oder weitervererbt werden. In diesem Fall, kann man davon ausgehen, dass die Elterntiere Anery het. Amel und die Amel het. Anery sind.
Die Jungtiere die aus dieser Verpaarung entstehen, sind phänotypisch wildfarbene Tiere, Amel, Anery und Snow-farbene Tiere!
Es gibt viele Möglichkeiten die Verpaarungs-, bzw. Vererbungsergebnisse auszurechnen, wie z. B. die Punnett-Square (Kombinationstafel) oder die FOIL Methode.
Schauen wir uns das ganze anhand einer bestimmten Vorgehensweise an, mit der man die Ergebnisse ausrechnen kann.
Beispiel 1 zur Berechnung der Vererbungsergebnisse:
Vater: Anery (an/an) het. Amel ( A/a) : ausgeschrieben (an/an ; A/a)
Mutter: Amel (a/a ) het. Anery ( An/an) : ausgeschrieben (a/a ; An/an)
Hier wird erst einmal die FOIL-Methode angewandt:
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Anery: Amel:
First: an ; A First: Outside: Inside: Last:
Outside: an ; a a ; An a ; an a; An a; an
Inside: an ; A
Last: an ; a
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Nun trägt man diese Ergebnisse, geordnet nach Mutter und Vater, in eine Tabelle ein und es sollte wie folgt aussehen :
Wenn man sich nun die Tabelle genau ansieht, bemerkt man, dass 4 Felder jeweil übereinstimmen. In folgender Tabelle farblich verständlicher gemacht:
Nun brauchen wir nur noch abzulesen:
an/a ; A/An
an/a ; A/an
an/a ; a/An
an/a ; a/an
also:
an/a ; A/An
1/4 Wildfarbene het. Amel het. Anery
an/a ; A/an
1/4 Anery het. amel
an/a ; a/An
1/4 Amel het. Anery
an/a ; a/an
1/4 amel, anery (SNOW)
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Beispiel 2 zur Berechnung des Verpaarungsergebnisses:
Mit Mutter: Amel het. Anery (aa;Nn)
Vater: Anery het. Amel (nn;Aa)
Mutter: aa ; Nn = aN ; an
Vater: nn ; Aa = nA ; na
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| Vater/Mutter | aN | an |
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An |
Aa;Nn |
nn;Aa |
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na |
aa;Nn |
aa;nn |
Nun brauchen wir nur noch abzulesen:
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aN |
an |
|
An |
Aa;Nn |
nn;Aa |
|
na |
aa;Nn |
aa;nn |
1/4 Wildfarben het. Amel, Anery = Aa;Nn
Wildfarbene Tiere fallen zu 25 %, da der Vater: Anery kein Rot, aber Schwarz und Gelb zeigt und die Mutter: Amel kein Schwarz, aber Rot und Gelb zeigt.
Also, von der Mutter kommt rot und gelb und von dem Vater schwarz und gelb. Wir wissen, dass wildfarbene Tiere alle drei Farben zeigen. Schwarz, rot und gelb.
Hier leistet die Natur verblüffende Reparaturabarbeiten. Sie repariert.
Was bedeutet, sie legt wieder alle drei Farben zusammen (weil sie eben zur Verfügung stehen) und somit fallen unter anderem wildfarbene Tiere.
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aN |
an |
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An |
Aa;Nn |
nn;Aa |
|
na |
aa;Nn |
aa;nn |
1/4 Anery het. Amel = nn;Aa
Anery Tiere fallen zu 25%, da sowohl das eine Elterntier als auch das andere Elterntier die Aneryfarbvariante (kein Rot) trägt.
Der Vater trägt es homozygot und die Mutter heterozygot. Daraus resultiert, dass Aneryjungtiere fallen, die wiederrum het. für Amel
sind. Es ist definitiv, wenn ein Anerytier fällt, ist es het. für Amel.
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aN |
an |
|
An |
Aa;Nn |
nn;Aa |
|
na |
aa;Nn |
aa;nn |
1/4 Amel het. Anery = aa;Nn
Amel Tiere fallen zu 25%, da sowohl das eine Elterntier als auch das andere Elterntier das Amelanistische Gen (kein Schwarz) trägt.
Die Mutter trägt es homozygot und der Vater heterozygot. Daraus resultiert, dass Ameljungtiere fallen, die wiederrum het. für Anery
sind. Es ist definitiv, wenn ein Ameltier fällt, ist es het. für Anery.
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aN |
an |
|
An |
Aa;Nn |
nn;Aa |
|
na |
aa;Nn |
aa;nn |
1/4 Snow (AmelAnery)= aa;nn
Snow Tiere fallen zu 25%. Die Snow trägt sowohl Amel als auch Anery homozygot also Phänotypisch sichtbar:
Da sowohl das eine Elterntier als auch das andere Elterntier Amel und Anery trägt fallen Snows.
Die Mutter trägt es homozygot und heterozygot und der Vater ebenso. Daraus resultiert, dass Snowjungtiere fallen, die wiederrum het. für nichst sind, da das Anery- und das Amelgen der Eltertiere bereits homozygot bei den Jungtieren vorhanden ist.
Wie man sehen kann, spielen die heterozygoten Erbanlagen bei der Verpaarung eine GROßE Rolle, da auch die Jungtiere diese in der nächsten Generation weitergeben.
Deshalb sollte man meiner Meinung nach, die Ergebnisse kennen um sie auch dem Käufer oder Nachbesitzer sagen zu können, damit er sich wiederrum darauf einstellen kann, was bei seiner nächsten Verpaarung heraus kommen kann.

